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Adria - Griechenland - Adria
- Dauer: Vier Woche
- Zeitraum: Oktober
- Roter Text: nautische Hinweise
- Grüner Text: Etappenziele, Häfen
- Blauer Text: Sehenswürdigkeiten, Ausflüge, Highlights an Land und auf See
- Übersichtskarte
- Entfernungen: in Seemeilen (sm)
- Positionsangaben: Mercatorsystem
- Änderungen der Hafenpläne und Ortsbeschreibungen sind möglich, aktueller Stand 1998
- Bei der gesamten Zeitberechnung, sind neben den Ruhetagen auch vier Sturmtage eingeplant
Grado, Slowenien, Kroatien
Sollte der Ankunftstag in Grado (Italien) noch zum Auslaufen genutzt werden, ist darauf zu achten, dass man den Hafen bis 13.00 Uhr verlassen kann.
Auslaufen und nach Möglichkeit nach Slowenien ablaufen, zur Not motoren, da wir in Slowenien noch im Duty Free Shop einkaufen können (ein- und ausklarieren zusammen erledigen). Hierfür eignen sich besonders die Häfen Izola (Slowenien) oder Piran, Kurs 140° etwa 18 Sm. Beides sind angenehme Häfen, die nicht diesen mondänen und überfüllten Eindruck hinterlassen haben wie z.B. Portoroz. Gemütlich die notwendigen Utensilien einkaufen und in einer der unzähligen Hafenkneipen zu Abend essen (besonders zu empfehlen in Piran, die Taverne Fontana, in der Mitte der Altstadt).
Nun müssen wir leider einen kroatischen Hafen anlaufen, um einklarieren zu können. Dazu bietet sich Umag als Durchgangshafen an. Kurs nach Sicht ca. 10 Sm (nicht wieder ausklarieren, erst auf der Heimreise).
Da wir ja in die griechische Inselwelt möchten, werden wir mit grossen langen Schlägen arbeiten, wobei der Erste so zum Eingewöhnen ist, sprich, wir schaffen heute nur etwa 60 m und laufen die Insel Unje in der südlichen Kvarner Bucht an. Kurs 45 Sm entlang der Küste, bis Feuer Porer, dann 100° und 16 Sm.
Unje, eine kleine Insel, die auch bei Bora guten Schutz bietet und neben einer netten Mole (eigenes Ankergeschirr), auch die Möglichkeit eines geschützten Ankerplatzes bietet (Sandgrund, teilweise mit Seegras bewachsen). Wer nicht selber kochen möchte, sollte das Restaurant, von See aus gesehen, links neben der Mole besuchen und neben Fischspezialitäten auch den sehr guten einheimischen Wein probieren.
Frühmorgens oder gegen Mittag, es wird ein langer Schlag , laufen wir in Richtung SSO aus und erreichen nach etwa 24 Stunden und 120 Meilen die Hafenstadt Sibenik. Kurs 145° bis Feuer Blitvecica. Danach segeln wir durch die vorgelagerten Inseln noch etwa 15 Sm bis in den Hafen. Sollte uns bei der Überfahrt eine Bora erwischen, können wir jederzeit einen Hafen oder eine Bucht auf den Leeseiten der Kornaten erreichen.
Zur Einfahrt in die Bucht von Sibenik, richtet man sich nach dem Hafenhandbuch und läuft in den Flusslauf ein, wo wir eine Tagesrast einlegen, um die Krker Wasserfälle (Winnetou lässt grüssen) zu besuchen.
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...nach Griechenland
Beim nächsten Segelschlag lassen wir die Kornaten an der Backbordseite liegen und segeln zu 90% in freiem Wasser. Auslaufen aus der Bucht von Sibenik, bis Feuer Mulo, d.h. freies Wasser sollte man um die frühe Nachmittagszeit erreicht haben. Dann wieder Kurs SSO und 48 Stunden etwa 220 Sm weiter, laufen wir den ersten griechischen Hafen auf der Insel Korfu an, Kurs 150° bis zur Durchfahrt Insel Susac und Lastovaca. 50 Sm. Danach Kurs 140° bis WP 40°35N, 19°E etwa 160 Sm. Dann weiter bis Feuer Aikaterini auf Korfu etwa 60 Sm. Die neue und mit allen Versorgungsmöglichkeiten ausgestattete Marina Gouvia (39° 39,1N, 19°51,1E) im Osten der Insel, die in einer grossen geschützten Bucht liegt Aufpassen auf die Betonnung der Einfahrt, da dem Hafen eine wandernde Sandbank vorgelagert ist. Anmeldung über Kanal 69 und einen Liegeplatz zuweisen lassen (hier klarieren wir ein und auf der Rücktour wieder aus). Die Anweisungen des Hafenhandbuches genauestens beachten.
Wer mit einer europäischen Flagge einreist benötigt kein Transitlog mehr. Zur Vermeidung von Unannehmlichkeiten mit nicht ganz europäisierten Hafenbehörden, vor allem auf den Inseln, lieber doch eines ausstellen lassen. Ab hier lassen wir die Seele baumeln.
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Die Ionischen Inselwelt
Korfu mit seinen Häfen und Sehenswürdigkeiten, wie Korfu Stadt (39°37,7N, 019°55E) oder das Vlachema Kloster von Kanoni. Entfernung Korfu Stadt Gaios auf Paxi etwa 25 Sm.
Paxi, mit seiner alten Hafenstadt Gaios (39°12,4N, 020°11,7E) oder dem verschlafenen und nicht zu stark besuchten Hafen Lakka (39°14,7N, 020°07,7E) im Norden der Insel. Auch die Seegrotten von Ipapanti ist eine Visite wert. Sollte der Hafen von Gaios überfüllt sein, kann man die geschützte Bucht Mongonisi (39°11N, 020°12,5E) als Ausweichmöglichkeit benutzen. Kurs 130° etwa 35 Sm.
Lefkas, mit seinem Haupthafen Lefkada (38°50N, 020°42,8E), das am Rande einer Lagune liegt. Hier ein Abstecher zu den Seegrotten von Meganissi auf der kleinen Nachbarinsel. Wir gehen vor dem kleinen Hafen Vathy (38°39,8N, 020°48E) vor Anker.
Zur Ansteuerung und für die Durchfahrt durch den Kanal zwischen Festland und Lefkas unbedingt äusserste Sorgfalt und Sicherheit walten lassen.
Mein persönlicher Traum in dieser Region: Kefalonia, mit all seinen Geheimnissen, wie Meermühlen, riesigen Grotten, kristallklarem Wasser, einsamen Fischerdörfern in versteckten Buchten und strahlend weissen Stränden. Unbedingt die gefüllten Gemüsesorten wie Tomaten, Paprika und Zucchini probieren und den Wein Manzavino, der nur auf der Insel angebaut wird, verkosten.
Nun einige Namen: Grotte von Melissani, Kanoupetra, die rollenden Stein, Burg Assos, Agia Efimia und leider jetzt überlaufen aber immer noch sehenswert Fiskardo (38°27,7N, 020°34,7E). Dieser Hafen bietet den besten Schutz bei den vorherrschenden nördlichen Winden. Fahrt nach Sicht etwa 25 Sm.
Bei ruhiger Wetterlage können wir auch Assos (38°22,8N, 020° 32,2E) anlaufen, ein Hafen auf der Westseite der Insel. Ein weiterer Hafen auf der Südostseite ist Poros (38°08,9N, 020°46,9E), mit nicht so gutem Schutz bei den vorherrschenden Nordwinden.
Ithaka, mit seinem Hauptort Vathi (38°22,2N, 020°42,8E) in der vor allen Winden geschützten Molos Bucht und vielen Zeugnissen der trojanischen Epoche.
Zakynthos, die südlichste Insel des ionischen Meeres mit dem Hafen Zakynthos (37°46N, 020°54,4E), von wo man Ausflüge zu den Küstendörfern Argassi, Alikes, Tsillivi, Porto Roma und dem unendlich langen Sandstrand von Laganas unternehmen sollte. Kurs 170°, 25 Sm.
Vorherrschende Winde im Ionischen Meer von Juni bis September aus NW-WNW von 2 bis 5 Bft, der gegen Mittag aufkommt und abends wieder einschläft. Auf den Leeseiten der Inseln muss mit stärkeren Fallböen gerechnet werden.
Nun verlassen wir das Ionische Meer und segeln in Richtung Ägäis weiter (Kurs 115° nach Sicht etwa 25 Sm), Richtung Peloponnes zu dem Hafen Katakolon (37°38,8N, 021°19,6E), der sehr guten Ankergrund und Schutz vor den vorherrschenden Winden bietet.
Weiter zu dem Hafen Pylos (36°54,9N, 021°41,6E), der in der Bucht von Navarino liegt. Nach dem Umrunden des Kap Akritas, segeln wir mit südlichen Winden der Marina Kalamata (37°01,4N, 22°06,6E) entgegen. Kurs nach Sicht ca. 50 Sm.
Auslaufen am frühen Nachmittag und Kap Tainaron an Backbord, laufen wir die Insel Kithira, mit ihrem Hafen Ormos Kapsali (36°08,6N, 023°00,1E) an. Kurs nach Sicht ca. 90 Sm. Achtung, bei starken westlichen Winden, Fallböen und Schwell. Distanz von Zakinthos bis Kythira (etwa 24 Stunden reine Segelzeit) 120 Seemeilen.
Von da aus zu der Insel Hydra, auf der wir in dem Haupthafen Hydra (37°21,1N, 023°28E) einen Stop einlegen. Vorsicht, bei starken N-NW Winden entsteht starker Schwell, der einzige sichere Platz ist die Nordmole. Hier ein Besuch des kleinen aber feinen Archäologischen Museums.
Weiter in Richtung Norden. Schutzhafen Monemvasia (36°41,4N, 023°02,5E).
Über Porto Kheli (37°18,9N, 023°07,7E), einer nach allen Windrichtungen gut geschützten Bucht im Argolischen Golf, geht es weiter nach Ägina (37°44,7N, 023°25,5E), das aber meistens voll besetzt ist. Ausweichmöglichkeit Perdika (37°41N, 023°27E).
Dann hin zu der Supermarina Kalamaki (37°54,8N, 023°42,1E) bei Athen (etwa 30 Stunden Segelzeit und 150 Seemeilen), wo wir Freunde von mir begrüssen, die hier eine Charterbasis betreiben.
Sollte es zeitlich reichen, werden wir einen Abstecher nach Kap Sunion, mit dem angeblich schönsten Sonnenuntergang des Mittelmeeres unternehmen. Der Besuch der Placka (Altstadt von Athen) mit hunderten von Tavernen und ein Ausflug zur Akropolis werden wir uns nicht entgehen lassen.
Hier verbringen wir etwa zwei Tage und werden dann in den Golf von Patras weitersegeln, mit einem weiteren Highlight, der Passage durch den Kanal von Korinth. Man richte sich nach dem Seehandbuch und den Einsteuerungssignalen. Preis für die Durchfahrt liegt für eine Zehn-Meter-Yacht bei etwa DM 180.-.
Nach der Durchfahrt machen wir im Yachthafen von Korinth (37°56,7N, 022°56,1E) fest.
Frühes Auslaufen bringt uns am nächsten Tag zu einem der schönsten Häfen des Golfes, Galaxeidi (38°22,8N, 022°23,2E).
Von hier aus nach Nafpaktos (38°23,5N, 021°49,7N), an der Nordseite des Golfes (etwa 120 Seemeilen und 24 Stunden Segelzeit). Vorherrschende Winde NW-WNW. In den beiden Golfen wird er durch die Umlenkungen zu einem Ostwind, der im Juli und August 5 bis 6 Bft erreichen kann.
Entlang der Westküste Griechenlands geht es dann wieder in Richtung Norden, wobei wir uns den Ambrakischen Golf von Preveza (38°56,7N, 020°45,7E) anschauen (etwa 100 Seemeilen und 24 Stunden Segelzeit).
Zurück nach Korfu mit der Marina Gouvia. Ausklarieren nicht vergessen. Ausruhen, bunkern und in drei grossen Schlägen zurück, wenden wir uns dann wieder der Adria zu, um nach drei Wochen in den Ausgangshafen zurück zu segeln.
Hier werden wir den Hafen Dubrovnik anlaufen, bevor wir einen langen Schlag in die Kornaten (etwa 120 Sm und 24 Stunden Segelzeit) machen. Sehenswert die Altstadt, die wieder vollkommen aufgebaut wurde.
Nicht vergessen in Kroatien auszuklarieren. Hier bietet sich Novigrad an, bevor wir wieder den Heimathafen Grado anlaufen.
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Wind und Wetter
Vorherrschende sind in der Adria leichte Winde aus nördlichen Richtungen, im Ionischen Meer NW-WNW-liche Winde von 4 bis 5 Bft bis an die Südspitze des Peleponnes, dann muss mit einem starken N, später auf WNW und wider auf Nord drehenden Wind gerechnet werden. Es können aber auch, aufgrund einer anderen Grosswetterlage heftige südliche Winde auftreten, wobei diese meistens nur 1 bis 2 Tage anhalten.
Die Anzahl der im Jahresmittel zu erwartenden Sturmtage liegt im Juli bei einem pro Monat.
Die Temperaturen liegen im Mittel bei 30° Celsius.
Die Wassertemperaturen betragen zwischen 21° und 23° Celsius
Die Wellenhöhe liegt im Mittel bei 0,5 bis 1 Meter, an der Südspitze des Peloponnes kann sie auch höher sein.
Literatur
Rod Heikel: Griechische Küste; Hafenhandbücher des DHI; Seekarten deutsche und griechische; Hafenpläne der Marinas; Unterlagen des Tourismusverbandes Griechenland sowie eigene Aufzeichnungen und Logbücher.
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